Fuerteventuras Geschichte

Fuerteventuras Geschichte beginnt vor mehr als 20 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten. Der Großteil der Insel entstand aber erst vor ca. 5 Millionen Jahren. Die letzten vulkanischen Aktivitäten auf Fuerteventura fanden vor 4000 bis 5000 Jahren statt.

Fuerteventura ist nach Teneriffa, die zweitgrößte der Kanarischen Inseln und befindet sich ca. 15 km südlich von Lanzarote und ca. 120 km westlich von Marokko im Atlantik. Fuerteventura ist die älteste Insel der Kanaren und gehört wie die anderen Inseln der Kanaren zu Spanien.

Fuerteventura erstreckt sich auf einer Länge von etwa 100 km und misst an iher breitesten Stelle ca. 30 km. Der Istmo de la Pared ist mit ca. 5 km die schmalste Stelle der Insel und teilt somit die Insel in zwei Teile: Maxorata, der nördliche Teil und die südliche Halbinsel Jandia.

Die Kanaren, somit auch Fuerteventura wurden von den sogenannten Guanchen bewohnt. Dabei soll es sich um nordafrikanische Berberstämme handeln, die die Insel erstmals 3.000 v.Chr. besiedelten. An der schmalsten stelle der Insel, soll es bis zum 15. Jahrhundert (dem Eintreffen der Spanier) einen Steinwall gegeben haben, der die Insel in zwei Königreiche teilte: in das nördliche Maxorata mit König Guize und das südliche Gandía (heute Jandía) mit König Ayoze. Reste einer dicken, etwa drei Meter hohen Mauer bei Costa Calma deuten noch heute daraufhin. Um das Jahr 1340 brachen Spanier und Portugiesen auf, um die Kanaren zu erkunden, danach wurden die Inseln von europäischen Goldsuchern, Händlern und Sklavenjägern heimgesucht. Jean de Béthencourt startete 1402 eine Expedition von Lanzarote aus, das er vorher unterworfen hatte. Im Januar 1405 ließ sich König Guize mit seinen Gefolgsleuten und einen Tag später König Ayoze taufen. Betancuria wurde damals als Hauptstadt gegründet. Obwohl 1424 Fuerteventura aus politischen Gründen Bistum wurde, trat der Bischof sein Amt aber nie vor Ort an. 1430 war es dann vorbei mit dem Bistum. Es wurde für ungültig erklärt. Guillén de las Casas erwarb den Besitzanspruch auf die Insel. 1441 kam der Franziskaner Didakus auf die Insel, der das Kloster Fortaventure gründete. Er gilt als eigentlicher Missionar der Guanchen. Diego García de Herrera (Erbe des Guillén) und seine Nachfolger herrschten ab 1456 als Señores über die Insel und erschlossen sie systematisch. Die wichtigste Einnahmequelle war die Sklavenjagd an der nordafrikanischen Küste. 1708 wurde mit Sitz in La Oliva, eine Militärherrschaft gegründet. Englische Piraten landeten 1740 bei Gran Tarajal und wollten die Insel unterwerfen. In zwei großen Schlachten bei Tuineje wurden sie jedoch besiegt. Bis zum 18. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen von Piraten. Daher wurden 1740 zum Schutz der Insel die beiden Festungstürme von El Cotillo und Caleta de Fuste errichtet, die man heute noch besichtigen kann.



Die Insel hatte neben Betancuria noch weitere Hauptstädte. 1834 wurde Antigua neue Hauptstadt. Ein Jahr später wurde der Verwaltungssitz nach Puerto de Cabras (heute: Puerto del Rosario) verlegt. Die Militärherrschaft über die Insel wurde 1859 aufgelöst und Puerto de Cabras wurde 1860 die neue und jetzige Hauptstadt der Insel. Erst im Jahre 1912 wurden den Kanaren die Selbstverwaltungsrechte (Cabildo Insular) zugestanden. Fuerteventura und Lanzarote wurden 1927 Teil der Provinz Las Palmas, bestehend aus den Kanarischen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und den unbewohnten Felseninseln Alegranza, La Graciosa, Montaña Clara, Lobos, Roque del Este und Roque del Oeste. 1966 kamen dann die ersten Urlauber auf die Insel.